Wir schulden euch auch noch die Auflösung des Quiz vom 12. November… Danke für die Mails, es hatte teils lustige Antworten dabei.

  1. Frage: das Geräusch kommt von der Strassenampel um blinden Personen zu signalisieren, wann sie die Strasse überqueren können.
  2. Frage: natürlich keine Velofahren und Skateboarden erlaubt

An sich war das ja einfach. Doch wir wollten kreative Antworten haben. Und obwohl ich mich nicht mit Koni abgesprochen habe, darf ich mit ruhigem Gewissen die Gewinnerin Nicole Lingg bekannt geben. Sie hat eine kuriose, splashermässige, blutige Geschichte dazu erfunden (für die Drehbuchvorlage bin ich bereits in Verhandlung mit Quentin Tarantino). Gratulation! Auch das neuseeländische Rugby-Nationalteam gratuliert dir hier herzlich.

Von Cairns bin ich mit dem Greyhound-Bus über Nacht nach Airlie Beach gefahren. Airlie Beach besteht hauptsächlich aus Hostels und Pubs, wo die Leute ihre Zeit vor- zwischen- oder nach ihren Bootsausflügen zu den Whitsunday Isands (mit Whitehaven Beach: wohl der bekannteste Strand Australiens) verbringen. Lustig: „Whitsunday Islands“ heisst übrigens übersetzt Pfingstsonntagsinseln.

So habe ich dann am Samstag, 13. Dezember auch auf dem Katamaran Wings 2 eingecheckt. 2 Tage und 2 Nächte auf dem Wasser lagen vor uns. Mit 25 Gästen und 3 Crewmitgliedern war das Boot ausgelastet, was man besonders dann gemerkt hat, als am Abend alle nach dem Tauchen/Schnorcheln duschen wollten.

Was soll ich sagen: das Essen war fantastisch, das Schnorcheln war fantastisch, das Wetter war fantastisch (obwohl stürmisches Wetter vorausgesagt wurde). Seht selbst.

Unser Boot „Wings 2“

Mein Schlafplatz war der untere. Gar nicht so einfach da reinzukommen ohne den Kopf anzuschlagen.

Schon klar. Schliesslich reicht es, wenn die Füsschen im Wein sind, nicht im Wasser.

Alles klar. Die Crew hat mich am richtigen Ort an Land gebracht.

Whitehaven Beach

Abendstimmung

Der Regenwald hat mich nochmals gerufen. Und wie. So sehr, dass ich mich mit zwei Schweizer Touristinnen auf einem Rundweg! verlaufen habe. Ok… Es waren 2 Rundwege. Wir hätten den 1km-Weg nehmen sollen. Als wir die Kilometermarke 3 entdeckt haben wurde uns bewusst, dass wir doch schon länger als 30 Minuten unterwegs gewesen sein müssen. Hmmm. Ganzes Kommando per Jogging-Tempo zurück… Unsere Gruppe hatte sich inzwischen eine Abkühlung im See gegönnt (keine Angst, dieses Gebiet war zu hoch gelegen, als dass es dort Krokodile gehabt hätte). Mein Sportprogramm für die nächsten Tage war somit erfüllt!

Am Nachmittag konnten wir verschiedene Wasserfälle in der Region bestaunen, unter anderen derjenige, welcher in den meisten Shampoo-Werbungen verwendet wird. Natürlich mussten wir den berühmten „Haareschwung“ nachstellen…

Beim letzten Wasserfall hat es dann angefangen zu regnen. Da wir eh baden wollten, hatte uns das keine Rolle gespielt. Bis dann Donner und Blitz in unmittelbarer Nähe das Signal zum Aufbruch gegeben hatten. Der Weg zurück zum Bus war bereits etwas beschwerlich, da dieser sich langsam in kleine Bäche verwandelt hatte. Ohne trockene Kleider und nur im Bikini sind wir dann im Bus gesessen und haben zu „Happy“ von Pharrell Williams gesungen, während unser Guide im Takt gehupt hat. Das war schräg!

Baumart, die anderen Baum überwachsen. Die Hohlräume entstehen, wenn der innere Baum verrottet.

Kleine Drachenechse. Sie war das letzte Wesen, das uns lebend gesehen hat, bevor wir im Regenwald verloren gegangen sind :-)

Der Shampoo-Werbung-Wasserfall :-)

Nach dem Tauchen folgte mit Cape Tribulation (deutsch: „Kap der Trübsal“ von Thomas Cook so benannt, weil er dort auf Grund gelaufen und nur Scherereien hatte auf seiner Seereise) eine 2-Tages-Tour nördlich von Cairns. Der älteste Regenwald der Welt, ein wundervoller Strand und „krokodilverseuchtes“ Süss- und Salzwasser haben uns erwartet. Krodokile konnten wir jedoch leider keine sehen, da der Wasserstand und die Temperaturen zu hoch waren. Die Krokodile konnten getrost im Wasser bleiben und hatten da genug warm.

Das Nachtlager waren mehrere kleine Beach-Häuschen, wo es Mehrbett-Zimmer drin hatte. Nachts musste man aufpassen, nicht auf eine der giftigen Aga-Kröte zu treten. Ok, für uns nur giftig wenn man die Kröte ablecken oder Essen würde. Und da ich schon vor Jahren herausgefunden habe, dass das mit dem Frosch und dem Prinz keine wahre Geschichte ist, bestand meinerseits keine grosse Gefahr. Am 2. Tag habe ich dann den Regenwald mittels Seilrutsche bestaunen können. So im 8. Stockwerk am Seil zu hangen war schon eine Ueberwindung.

Auf dem Rückweg hatte ich noch eine Nacht im 1000-Seelen Dörfchen Port Douglas gebucht. Ein kleines Städchen, welches soeben die Hochsaison hinter sich gelassen hatte. Kein Wunder, denn von nun an steigen hier die Temperaturen ins unermessliche und die Luft ist so schwül-heiss, dass man sich kaum zu bewegen traut. Meine Joggingrunde über den 4-Miles-Beach war daher eine besonders schweisstreibende Angelegenheit, hat aber natürlich trotzdem Spass gemacht. Ansonsten ist der Ort für seine überdurchschnittliche Anzahl Shops pro Quadratmeter bekannt. Das Preislevel ist extrem hoch, weswegen hier wohl auch die Promidichte in den exklusiven Villen und Resorts etwas höher ist als anderswo. So sollen auch Bill und Hillary Clinton hier schon Urlaub gemacht haben… Dann wohl eher nicht in meiner Unterkunft „Dougies„, wohl eher hier

Ameisen beim Versuch eine Luftbrücke zu bauen

Strand bei Cape Tribulation: Kleine Krabben suchen im Boden nach Nahrung und verarbeiten bereits durchsuchten Sand zu Kügelchen

Strand bei Cape Tribulation

Farbenfroher Baum in Port Douglas

4 Miles Beach

4 Miles Beach: Sicht aus dem Palmenrand aufs Meer

Der grosse Tag meines ersten Tauchgangs war gekommen…
Mit der „Ocean Freedom“ gings raus ans Great Barrier Reef, wo wir Instruktionen erhalten und einen kurzen Test bestehen mussten:

  1. Mundstück aus dem Mund nehmen
  2. „One“ laut aussprechen (somit Luft aus dem Mund rausgelassen)
  3. Mundstück zurück in den Mund
  4. „Two“ ins Mundstück aussprechen –> das Wasser wird über das Mundstück ausgeblasen und man kann wieder „normal“, sprich durchs Mundstück atmen.

Nachdem fast jeder in der Lage war auf zwei zu zählen gings los. Ueber Haie habe ich mir zu dem Zeitpunkt keine Gedanken mehr gemacht (zumal an diesem Ort eh nur kleinere Riffhaie unterwegs gewesen wären), mein Ziel war es eher, die ersten 10 Minuten zu überleben. Schon ungewohnt unter Wasser zu atmen… Nach der ersten Nervosität und dem endlich geglückten Druckausgleich habe ich dann tatsächlich eine schlafende Schildkröte, eine Stachelrochen und viele kleine, bunte Fische gesehen. Das Reef war nicht ganz so farbig wie ich mir vorgestellt hatte, aber dennoch sehr beeindruckend!

Da ich von Koni weiss, dass seine tolle Kamera nicht Wasserdicht ist, gibt es hier leider keine Fotos. Hier dafür der Link zum Tourveranstalter, dort hats auch ein paar Bilder drauf: Ocean Freedom.

4.25 Uhr, das Taxi zum Flughafen steht vor dem Shakespeare Hostel für mich bereit *waaaaaah*?! Der Flug rauf in den Norden nach Cairns steht vor der Tür. Nach einem unkomplizierten und relaxten Flug (hatte 3 Sitze für mich, nicht dass ich sie gebraucht hätte, so gut ist das Essen hier auch wieder nicht) bin ich in Cairns angekommen.

Weil ich über eine Stunde auf den Hostel-Shuttle warten musste, habe ich dann gleich ein Gratis-Bierchen an der Rezeption rausgeschnorrt (langsam werde ich eine richtig sparsame Backpackerin! 😉
Carins selbst ist nicht sehr gross und besteht besonders aus Pubs und Shops. Es ist der Hauptort für Taucher am Great Barrier Reef.

Die folgenden Tage haben dann auch 3 spannende Ausflüge für mich bereitgehalten…

Und weiter gehts… Nach einem gemuetlichen Ausklingabend (wieder im Park…) in Adelaide, wurde ich um 6.00 Uhr (das wird ja immer schlimmer) vor dem Shakespeare Hostel abgeholt. 2 Tage Kangaroo Island mit Tourguide „Brett“ (schreibt sich wirklich so) lagen vor uns.

Zuerst sind wir ca. 2h gefahren, bis wir unseren 1. Stopp und damit die letzte Gelegenheit hatten, Fressalien etc. einzukaufen (auf Kangaroo Island gibts keine Moeglichkeit einzukaufen). Der ideale Zeitpunkt, bei der Reisegruppe einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen (nein Claudi, die Schoggimilch nicht mehr schuetteln, wenn du das Tetrapack schon geoeffnet hast…). Mit vom Auswaschen nassem Tshirt gings weiter. Es folgte das Verschiffen *hihi* per Faehre auf die drittgroesste Insel Australiens. Sobald man auf der Insel ankam, kein Handy-Empfang mehr *aaaaaaaaaahhh*!
Allfaellige Entzugserscheinungen wurden mit Sandboarding in Little Sahara (haben die Australier eigentlich keine Phantasie um eigene Namen zu finden?! Dazu spaeter mehr…) und Kayaking gemildert. Am Abend gabs wieder ein feines Aussi-BBQ. Lecker! Wallabies und Kaenguruhs scheinen uebrigens nicht nachtragend zu sein. Sie haben vor unserer Kueche gemuetlich Gras gefressen, waehrend wir ihre Verwandten verspiesen haben *schaem*.

Am 2. Tag standen die Koalas im Mittelpunkt. Im Koala Wildlife Park werden Koalas sterilisiert, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren und den Eukalyptusbestand und damit auch die eigene Existenz auf Kangaroo Island nicht komplett zerstoeren. Weiter gings zu den „Remarkable Rocks“ (uebersetzt: eindrucksvolle Steine. Schon wieder so ein australischer Name). Danach haben wir Seeloewen beim Wasser- und Sonnenbaden beobachten (je nach Windrichtung sogar riechen *nase-ruempf*) koennen. Ein wunderbarer, versteckter Strand im Norden hat uns dazu eingeladen, unsere Fuesschen zu baden (@Clique: nein, nicht im Weisswein!). Zum Schluss des Tages haben wir einen Flitzer in der Gestalt eines Koalas gesehen (er ist vor uns ueber die Strasse gerannt und in den naechsten Baum gefluechtet).

Die Black Tiger Snake gehört zu den giftigsten Schlangen auf der Welt. Sie sonnt sich hier gerade beim Fussweg *aaaaaah*

Die Seelöwen beim Baden

Die beeindruckenden Felsen (Remarkable Rocks)

Die grösste Seelöwenkolonie in Australien

Wo ist der Koala?

Der versteckte Strand. Herrlich!

Unglaubliche Kueste, atemberaubende Natur und ein sensationeller Tourguide (Ben Matthews) – das ist die Kurz-Zusammenfassung dieser 3-Tages-Tour (extra fuer Joyce ;-))

Aber mal von vorne… Wir sind am Sonntag 30. November (natuerlich wieder mitten in der Nacht *grummel*. Ok, es war 7.10 Uhr) gestartet. Nach einem langen Stueck fahrt kam dann das erste Mal die Kueste in Sicht. Mega! Zwischenstopps an Straenden, den 12 Aposteln (es waren eigentlich nur 9, mittlerweile noch 8. Und nein, ich war’s nicht. Er ist schon vorher umgefallen). Beim Loch Ard Gorge vorbei, die London Bridge angeguckt (nein, nicht in London) und in Warrnambool uebernachtet. Das war der 1. Tag.

Am Tag 2 haben wir aufgrund des Wetters am Morgen (etwas bewoelkt) den Tower Hill National Park besucht, wo im urspruenglichen Vulkangebiet heute Koalas, Emus und Kaenguruhs anzutreffen sind. Als die Sonne den Kampf gegen die Wolken gewonnen hatte, haben wir eine Wandertour im Grampians National Park unternommen. Der herrliche Ausblick vom Gipfel hat uns fuer das Raufkraxeln gelohnt. Die Strecke durch die Felsen hindurch war spektakulaer. Am Abend hat Ben dann beim BBQ (Grillieren) alles gegeben… Es gab Huhn, Rind und Kaenguruh! Letzteres ist mir foermlich in den Teller gehuepft (es war nicht ganz durch, aber sehr fein :-)). Noch ein paar Anekdoten erzaehlt und ab in die Heja.

Am letzten Tag der Tour gings an den Wasserfall McKenzie. Der Nieselregen im Kessel war eine angenehme Abkuehlung. Zudem haben wir einen Kulturpark der urspruenglich dort ansaessigen Aboriginies besucht (Brambuk Aboriginal Cultural Centre). Spannend! Da ein Teil der Gruppe zueruck nach Melbourne (inkl. Weindegustation, die Glueckspilze) und der andere Teil nach Adelaide weiterfuhr (unter anderen auch ich), hiess es hier Abschied nehmen. Danke an alle fuer die tollen 3 Tage! Thanks to the amazing Beardman Ben!

Wär ned gompet esch kei Schwiizer ;-)

Wer findet die Ameise? Kleiner Tipp: sie ist rot (Kreditkartenformat dient als Grössenrelation)

Ein Papagei, der den Touristen auf den Kopf geflogen ist („Die Vögel“ lassen grüssen)

Ein Selfie mit den 8 Aposteln ist schwierig…

Sonnenuntergang in Warrnambool

Cowy sitzt in der ersten Reihe

Unser Tourguide Ben scheint keine Höhenangst zu haben. Wir haben ihn gebeten, uns doch vorher die Schlüssel fürs Auto zu geben. Nur zur Sicherheit…

Diese Bäume sind einem Waldbrand zum Opfer gefallen. Doch wenn das Feuer den Kern des Baumes nicht zerstört, ist es möglich, dass der Baum überlebt. Deswegen die grünen Blätter, welche direkt aus dem Stamm rauswachsen.

Nach meiner Ankunft in Melbourne am Donnerstag-Morgen (der Bustrip durch die Nacht war ziemlich streng, habe dann im naechsten Park auf der Wiese ein bisschen Schlaf nachgeholt :-)), stand bereits der erste Tagesausflug auf dem Programm. Die Pinguin-Parade auf Phillip Island stand auf dem Programm. Da die Pinguine, aehnlich wie ich, eher nachtaktiv sind, hat die Tour erst gegen Mittag begonnen und dafuer erst gegen Mitternacht geendet.

Unser Tourguide Jason hat uns neben Pinguinen auch Koalas, Echsen, Wallabies und Kaenguruhs gezeigt. Als dann die Pinguine aus dem Wasser und an Land kommen sollten, haben die den wartenden Touristen ein schoens Schnippchen geschlagen. Anstelle ueber den Strand zu laufen, sind sie am Rand der Bucht aus dem Wasser gestiegen und haben alle verarscht. Wir haben sie dann trotzdem noch gesehen, wie sie ins Landesinnere gewatschelt sind und ihre Kleinen gesucht haben (sie rufen nach ihnen, die Kleinen rufen zurueck. Und obwohl es hunderte Pinguine sind, koennen sie die eigenen Stimmen herausfiltern). Bis auf die Asiaten, die sich nicht an das Blitzlicht-Verbot gehalten haben, konnte mir an so einem Tag niemand die Laune vermiesen 🙂

Der schönste Surfstrand auf Phillip Island

Dieses Känguruh-Junge geniesst gerade seine Siesta.